abas Software AG

1. Bekannte Fehler

1.1. 2019r4n11

In der ERP Version 2019r4n11 wird ein falsches Archiv geliefert. Dadurch kommt es zu Problemen bei der Installation des Dashboards und des Webservers.

Um die Installation mit dieser Version ausführen zu können, müssen Sie das Archiv durch die korrekte Version ersetzen. Dazu sind die folgenden Schritte notwendig:

  1. Öffnen Sie ein Terminal und melden Sie sich als s3 User an.

  2. cd <HOMEDIR>/archives

  3. mv abas-installer-modules.tgz abas-installer-modules.tgz.bak

  4. curl https://registry.abas.sh/artifactory/abas.downloads/erp/moduleSets/abas20/2019r4n09/modules.tgz -o abas-installer-modules.tgz

  5. Danach kann die Installation normal weiter geführt werden.

Wenn Sie die Installation bereits mit dem falschem Archiv gestartet haben, müssen Sie die Installation der Module wiederholen. Stoppen Sie dazu die von den Modulen gestarteten Container. Löschen Sie die Modulverzeichnisse in <BASEDIR>/modules. Führen Sie dann den oben beschriebenen Workaround aus und wiederholen Sie die Installation der Module.

2. Logs/Fehlerberichte

Bitte senden Sie die folgende Log-Dateien bei der Erstellung einer Anfrage mit.

2.1. Ab 2019r4n09

  • abas Installer Log
    Das Log liegt standardmäßig unter /opt/abas-installer/logs/installer.log

  • abasfile
    <HOMEDIR>/abasfile.yml

2.2. 2019r4n07 und 2019r4n08

  • abas Installer Log
    Das Log liegt standardmäßig unter /opt/abas-installer/logs/installer.log

  • abasfile
    <HOMEDIR>/Messages/abasfile.yml

In älteren Installationen kann es vorkommen, dass das abasfile.yml nicht im <HOMEDIR> abgelegt wurde. Wenn dies der Fall ist, das abasfile entsprechend unter <HOMEDIR>/abasfile.yml ablegen.

3. Erstdiagnose mit "check-hosts"

Bereits während der Installation wird der Befehl /usr/local/bin/abas-installer check-hosts -m Messages/installerModules aufgerufen. Zu Diagnosezwecken kann dieser auch im Nachgang erneut aufgerufen werden.
Im Folgenden werden Ergebnisse des check-hosts-Befehls erklärt.

Wenn der Check Available oder Authorized bereits fehlschlagen ist, werden die anderen Checks nicht ausgeführt, da keine Verbindung aufgebaut werden kann.

3.1. Available: No

Der abas Installer kann keine SSH-Sitzung mit den Informationen des Hosts aus dem abasfile erstellen.

Ursachen:

  • Die im abasfile.yml definierte IP ist im Installations-Container nicht erreichbar.

  • Benutzername und Passwort sind falsch (abasmanage user).

  • SSH läuft nicht auf dem Host.

  • SSH ist so konfiguriert, dass die Kennwortauthentifizierung verhindert wird.

  • Der SSH-Port ist blockiert (insbesondere bei ec2-Instanzen).

3.2. Authorized: No

Der abas Installer kann nicht als abasmanage-Benutzer auf den Host zugreifen und mithilfe von 'sudo' 'root' zu werden.

Ursachen:

  • Der Befehl check-hosts wurde nicht als abasmanage-Benutzer ausgeführt.

  • Der abasmanage-Benutzer kann nicht auf den Host zugreifen.

  • Der abasmanage-Benutzer kann nicht mit sudo root werden.

  • Sudo hat eine veraltete Version.

3.3. User Environment: No

Der abas Installer erkennt eine falsche Umgebung für den abasmanage-Benutzer.

Lösung:

3.4. Dependencies: No

Der abas Installer findet eine Systembibliothek nicht, um Ruby-Code ausführen zu können.

Lösung:

3.5. Rvm: No

RVM ist für den Benutzer abasmanage nicht in der richtigen Version installiert.

Lösung:

3.6. Ruby: No

Ruby ist für den Benutzer abasmanage nicht in der richtigen Version installiert.

Lösung:

3.7. Bundler: No

Bundler ist für den Benutzer abasmanage nicht in der richtigen Version installiert.

Lösung:

3.8. Inspect: No

abas-inspect ist für den Benutzer abasmanage nicht in der richtigen Version installiert.

Lösung:

3.9. Puppet: No

Puppet ist für den Benutzer abasmanage nicht in der richtigen Version installiert.

Lösung:

3.10. Directories: No

Es sind nicht alle Arbeitsverzeichnisse vorhanden, die der abas Installer benötigt.

Lösung:

3.11. Docker: No

Docker ist nicht in der richtigen Version installiert.

Lösung:

  • Docker manuell ab der Version 17.06.0 installieren.

3.12. Docker Compose: No

Docker Compose ist nicht in der richtigen Version installiert.

Lösung:

  • Docker Compose manuell ab der Version 1.21.0 installieren. == Fehlerdiagnose Mittels des Befehls /usr/local/bin/abas-installer install-modules -m Messages/installerModules werden, die im abasfile.yml eingetragenen Module installiert. Hier kann es entweder bei der Installation oder im Nachgang beim Betrieb zu Fehlern kommen.
    Wichig für die Fehleranalyse sind die entsprechenden Logfiles (siehe oben).
    Im Folgenden sind mögliche Fehlerquellen aufgelistet:

3.13. Fehlermeldung im Log: File not found: /wd/abasfile.yml

Im "/opt/abas-installer/logs/installer.log" kommt die Fehlermeldung "File not found: /wd/abasfile.yml".
Der abas Installer kann die Datei abasfile.yml nicht finden.
Das File muss im aktuellen Arbeitsverzeichnis liegen.

Lösung:
. Überprüfen Sie, ob die Datei abasfile.yml vorhanden ist.
. Legen Sie die Datei abasfile.yml in den Ordner, in dem Sie den abas Installer-Befehl ausführen (üblicherweise sollte das direkt als s3 Benutzer im <HOMEDIR> sein).

3.14. Could not find command "docker-compose"

Beim Installieren der Module steht im Log, dass das Kommando "docker-compose" nicht gefunden werden kann.

Führen Sie folgende Schritte aus, um das Problem zu beheben:

  1. Führen Sie Befehl check-hosts aus.
    Das Ergebnis muss Docker Compose: Yes lauten.

  2. Führen Sie den Befehl which docker-compose aus, um den Installations-Pfad zu sehen.
    Das Ergebnis muss /user/local/bin/docker-compose lauten.

    • Ist dies nicht der Fall, erstellen Sie einen Sym-Link:

    • cd /user/local/bin

    • ln -s <Installations-Pfad von docker-compose>

3.15. Dashboard meldet Lizenzfehler nach Anmeldung

Dieser Fehler kann mehrere Ursachen haben. Gehen Sie wie folgt vor:

  1. Prüfen Sie ob alle Docker Container gestartet wurden (Befehl docker ps)

  2. Sind alle Container korrekt gestartet, prüfen Sie das logfile des Containers "jwt_auth_userinfo". Den Installationspfad von "jwt_auth_userinfo" entnehmen Sie dem abasfile. Normalerweise liegt die Installation parallel zum <HOMDEDIR> im Verzeichnis "modules". Öffnen Sie die Datei modules/jwt-auth-userinfo/log/server.log. Hier steht die Fehlerursache.
    Wenn es sich um eine ungültige Lizenz handelt überprüfen Sie, ob in abas ERP in der Konfiguration der Haken "Lizenzbedingungen Stand 09/2017" gesetzt wurde.

3.16. Docker Container jwt_auth_userinfo läuft in Restart

Prüfen Sie das Logfile von jwt_auth_userinfo. Den Installationspfad von jwt_auth_userinfo entnehmen Sie bitte dem abasfile. In der Regel liegt die Installation parallel zu <HOMDEDIR> im Verzeichnis "modules". Dort öffnen Sie die Datei modules/jwt-auth-userinfo/log/server.log
Häufig handelt es sich um ein falsches ERP-Passwort oder ein ERP-Passwort mit zu wenig Berechtigungen. Die konkret verwendeten Verbindungsdaten sehen Sie unter modules/jwt-auth-userinfo/service-defaults.env (beachten Sie, ob die hinterlegten Arbeitsbereiche und Erlaubnise in allen ERP Mandanten existieren).

Das verwendete ERP-Passwort muss die Berechtigung haben, einen ERP Passwortdatensatz anlegen zu können. Dies können Sie leicht testen, indem Sie sich mit dem Passwort in abas ERP anmelden und versuchen, einen Passwortdatensatz zu bearbeiten oder anzulegen.

3.17. Installation eines Moduls bricht nach ca. 5 Minuten ab (z.B. keycloak)

Wird während des Installationsvorgangs (install-modules) eine Komponente nach ca. 5 Minuten einen ERROR-Meldung angeziegt, handelt es sich in der Regel um einen Timeout. Prüfen Sie hierzu das Logfile unter /opt/abas-installer/logs/installer.log.
Der Timeout entsteht dadurch, dass die Zeit, um das Docker-Image herunterzuladen und anschließend zu starten, nicht ausreicht. Normalerweise lässt sich dies durch einen Neustart der Installation beheben. Allerdings müssen Sie zunächst die angefangene Installation bereinigen. Gehen Sie hierzu wie folgt vor:

  1. Prüfen Sie, ob der Docker Container bereits gestartet ist (docker ps). Falls dies der Fall ist, fahren Sie den Docker Conatiner herunter (docker-compose down).

  2. Löschen Sie das Installationsverzeichnis des Moduls (der Installationspfad steht im abasfile.yml. Im Normalfall befindet sich die Installation parallel zum <HOMEDIR> im Ordner modules).

  3. Starten Sie die Installation erneut. Die benötigte Zeit sollte nun kürzer sein, da das Docker Image bereits heruntergeladen wurde.

Es wird explizit die Erstinstallation betrachtet und davon ausgegangen, dass noch keine Daten angelegt wurden. Im Update-Fall sollten Sie das Installationsverzeichnis nicht löschen, da z.B. Module wie Keycloak, BPM oder MongoDB Daten speichern. Daher die Daten immer vorher sichern.

3.18. Docker Container starten nach Systemneustart nicht automatisch neu

Die meisten Docker Container werden nach einem Neustart des Systems automatisch wieder gestartet. Es kann jedoch vorkommen, dass zum Zeitpunkt der Installation noch nicht alle Quellen mit dem restart versehen waren. Falls ein Container nicht automatisch neu startet, kann nachträglich in der entsprechenden Datei docker-compose.yml die Zeile "restart: unless-stopped" ergänzt werden.
Beispiel der docker-compose.yml des REST API-Modules:

version: "2.2"
services:
  rest-api:
    image: docker.registry.abas.sh/mw:0.96.0
    restart: unless-stopped
    user: ${USERID}:${GID}
    ...

3.19. Docker-IP -dressen überschneiden sich mit bestehendem Netzwerk

In manchen Fällen kann es vorkommen, dass der eigene Adressbereich (172.[17-31].0.0/16) des Docker Containers nicht ausreichend ist. In diesem Fall wird für den nächsten gestarteten Docker automatisch eine IP-Adresse aus dem Bereich 192.168.[0-240].0/20 gewählt. Hierdurch kann es passieren, dass diese in Konflikt mit bestehenden Installationen kommt.
Um sicherzustellen, dass es nicht zu IP-Konflikten kommt, legen Sie bitte in der Datei /etc/docker/daemon.json den Adressbereich für das Dockernetzwerk fest.
Beispiel:

{
 "bip": "172.81.1.1/27",
 "default-address-pools":
 [
   {"base":"172.81.0.0/16","size":24}
 ]
}

4. BPM

4.1. Anmeldung funktioniert nicht

Nach dem Anmelden einer BPM App (z.B. Workflow Designer) öffnet sich ein weiteres Fenster, bei dem sich erneut angemeldet werden soll.

Lösungsweg:

  1. Stellen Sie sicher, dass die extra_hosts im abasfile gesetzt sind.

  2. Keycloak öffnen.

  3. Users öffnen.

  4. View all users anklicken.

  5. Benutzer, der zur Anmeldung bei BPM verwendet wurde, anklicken.

  6. Vorname und Nachname füllen und speichern.

4.2. 403 im Browser

Warum erscheint die Fehlermeldung 403 forbidden im Browser?
Die Verbindung zu Ihrem Lizensserver kann nicht hergestellt werden.
Führen Sie folgende Schritte aus:

  1. Führen Sie den Befehl docker-compose down aus.

  2. Öffnen Sie die Datei docker-compose.yml in Ihrem BPM Ordner.

  3. Tragen Sie bei der Variable LICENSE_CONTROLLER_URL= die IP des Servers, statt dem Hostnamen ein (z.B. mithilfe des Vi Editors).

  4. Führen Sie den Befehl docker-compose up -d aus.